Erster großer Katastrophenschutztag an der Selma-Rosenfeld-Realschule

Was tun, wenn plötzlich der Strom ausfällt, ein schweres Unwetter aufzieht oder ein medizinischer Notfall eintritt? Mit genau solchen Fragen beschäftigten sich die Schülerinnen und Schüler der sechsten Klassen beim ersten großen Katastrophenschutztag an der Selma-Rosenfeld-Realschule. An zahlreichen praxisnahen Stationen lernten sie, wie sie in Krisensituationen richtig handeln, Verantwortung übernehmen und anderen helfen können. Geplant und vorbereitet wurde der Aktionstag von Eva Grünberger, Leiterin des Schulsanitätsdienstes, und Max Baumann, Leiter des Faches Geographie.

Der Katastrophenschutztag ist im Bildungsplan Baden-Württemberg verankert. Ziel ist es, Schülerinnen und Schüler frühzeitig für die Themen des Katastrophenschutzes zu sensibilisieren sowie ihre Resilienz und Selbsthilfefähigkeiten nachhaltig zu stärken. Gleichzeitig soll das Bewusstsein für Vorsorge und den richtigen Umgang mit Krisensituationen gefördert und dieses Wissen auch in die Familien getragen werden. 

Tatkräftige Unterstützung erhielt die Geographie-Fachschaft dabei vom  Schulsanitätsdienst der Schule. In Kleingruppen durchliefen die sechsten Klassen verschiedene Stationen und konnten das Gelernte direkt praktisch anwenden. Sie übten das Anlegen einfacher Wundverbände, die stabile Seitenlage sowie geeignete Lagerungen bei Nasenbluten, Schwindel, Schock, Hitzeerschöpfung und Herzinfarkt. Auch die Grundlagen der Herzdruckmassage wurden mit großem Engagement trainiert. 

Dass Katastrophenschutz weit mehr bedeutet als Erste Hilfe, zeigte eine weitere Station: Gemeinsam stellten die Schülerinnen und Schüler einen Notfallrucksack zusammen und überlegten, welche Gegenstände in einer Krisensituation unverzichtbar sind. Anschließend war Teamgeist gefragt: Beim gemeinsamen Durchqueren eines von zwei Kindern geschwungenen Seils konnten die Klassen die Aufgabe nur mit gegenseitiger Unterstützung, klarer Kommunikation und guter Abstimmung bewältigen. Die Übung machte eindrucksvoll deutlich, wie wichtig Zusammenhalt ist – denn gerade in Krisen- und Katastrophensituationen kommt es darauf an, als Team zu handeln. 

Ein besonderes Highlight des Tages war der Besuch von Melanie Thomaier und Melanie Veith vom DRK Elsenz. Sie brachten einen Rettungswagen des DRK Heilbronn mit und gewährten den Schülerinnen und Schülern spannende Einblicke in dessen Ausstattung. Neugierig erkundeten die Sechstklässler das Fahrzeug, stellten zahlreiche Fragen und erfuhren aus erster Hand, wie Rettungskräfte im Einsatz arbeiten. 

Der erste Katastrophenschutztag an der Selma-Rosenfeld-Realschule war ein voller Erfolg. Die Schülerinnen und Schüler nahmen nicht nur wertvolles Wissen und praktische Fähigkeiten mit, sondern erlebten auch, dass Vorbereitung, Verantwortungsbewusstsein und Teamarbeit im Ernstfall Leben retten können.